Berlin/München, 28. September 2017 – Knoll International, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Möbeldesign, ist verantwortlich für die neue Bestuhlung des Auditoriums der UNESCO-Zentrale in Paris. Das mit der Renovierung des historischen Gebäudes betraute Designteam entschied sich bei der Ausstattung wieder für die Conference Chairs von Eero Saarinen. Der Entwurf aus den Jahren 1946–50, der aus der Saarinen Kollektion von Knoll stammt, zählt zu den zeitlosen Designklassikern des Unternehmens. Bereits im Jahr 1958 hatte Knoll das Auditorium der UNESCO-Zentrale in Paris am Place de Fontenoy 7 mit Konferenzstühlen dieser Serie ausgestattet. Die neue Bestuhlung besteht aus 800 Einzelstühlen mit einem eigens für das Projekt entwickelten Untergestell.

Das Gebäudeensemble der UNESCO-Zentrale in Paris wurde von 1953 bis 1958 von den Architekten Antonio und Pier Luigi Nervi (Italien), Bernard Zehrfuss (Frankreich) und Marcel Breuer (USA) entworfen. Ihnen zur Seite stand ein beratendes Architektengremium unter dem Vorsitz von Walter Gropius, darunter Le Corbusier, Sven Markelius, Domenico Bonura, Renato Lo Presti und Ernesto Nathan Roger. Der auf einem Y-förmigen Grundriss basierende Bau im International Style folgte, ganz im Geiste der Moderne, einer Architektur, bei der die Form der Funktion zu gehorchen hatte. In seiner geografischen Ausrichtung setzte das Projekt einen städtebaulichen Kontrapunkt zu der baugeschichtlich dominierten Achse in Richtung Eiffelturm.

Knoll International, seit jeher der Moderne und der Bauhausphilosophie verpflichtet, erwies sich als perfekter Partner für die Umsetzung des komplexen Projektes. Das bis heutige gültige Credo der Firmengründer Hans und Florence Knoll steht in gleicher, rationalistischer Tradition wie das architektonische Konzept des UNESCO-Gebäudes: Moderne Möbel und architektonischer Raum sollen als Gesamtkunstwerk funktionieren und nicht zueinander in Konkurrenz stehen. In den 1950er-Jahren erlangte Knoll durch den Fokus auf elegantes, innovatives Design breite Anerkennung, nicht zuletzt durch die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den größten Designtalenten der damaligen Zeit. Dazu gehörten einflussreiche Vertreter der Bauhausschule wie Ludwig Mies van der Rohe und Marcel Breuer sowie aufstrebende Designer wie Eero Saarinen, Harry Bertoia, aber auch Florence Knoll selbst, deren wegweisende Produkte ebenso die Ideale des Bauhauses verkörperten und eine gelungene Verschmelzung von Kunst, Industrie und Handwerk darstellten.

„Bei der Umsetzung des aktuellen UNESCO-Projekts setzte Knoll erneut auf den bewährten, von Florence Knoll implementierten Designprozess“, beschreibt Demetrio Apolloni, Präsident von Knoll Europe, die Projektentwicklung. Ebenso wie die Unternehmensgründerin in 1946, berief Knoll eine multidisziplinäre Planungsgruppe von Experten aus Architektur, Innenarchitektur und Technik. Aus dieser Zusammenarbeit heraus entstand ein passgenauer, kundenindividueller Klassiker, der im Design, der Materialauswahl bis hin zu Installation und Service als Gesamtleistung überzeugt.

In außergewöhnlichem Gleichklang zur Architektur des UNESCO-Auditoriums fügen sich so die Konferenzstühle von Eero Saarinen in den Raumzusammenhang ein. Ihre ikonografischen Details im charakteristischen Knoll-Stil vermitteln gleichzeitig Eleganz und höchste Handwerksqualität und tragen maßgeblich zur erhabenen Atmosphäre des Auditoriums bei. In jedem Detail steckt die Handschrift von Knoll – immer und unverkennbar modern.